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Kaufnebenkosten Leipzig 2026: Alle Kosten beim Immobilienkauf im Überblick

Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Maklerprovision – was beim Kauf in Leipzig tatsächlich anfällt und wie Sie Kosten planen.

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24. Juni 2026Ratgeber12 Min. Lesezeit

Wer in Leipzig eine Immobilie kauft, zahlt nicht nur den Kaufpreis. Grunderwerbsteuer, Notargebühren, Grundbuchkosten und Maklerprovision summieren sich auf rund 8 bis 10 Prozent des Kaufpreises. Dieser Guide zeigt, welche Kosten konkret anfallen, wie sie berechnet werden und wo Spielraum besteht.

Die Kaufnebenkosten im Überblick

5,5 %
Grunderwerbsteuer
Sachsen
ca. 1,5–2 %
Notar +
Grundbuch
3,57 %
Maklerprovision
je Seite inkl. MwSt.

1. Grunderwerbsteuer: 5,5 % in Sachsen

Die Grunderwerbsteuer ist der größte Einzelposten unter den Kaufnebenkosten. In Sachsen beträgt sie 5,5 Prozent des Kaufpreises. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro sind das 16.500 Euro. Die Steuer wird vom Finanzamt erhoben und ist innerhalb eines Monats nach Bescheid fällig. Ohne Zahlung keine Eigentumsumschreibung im Grundbuch.

Die Grunderwerbsteuer ist nicht verhandelbar und fällt immer an – es gibt keine Freibeträge für Privatpersonen. Einzige Ausnahme: Erwerb zwischen Ehepartnern oder Verwandten in gerader Linie (Eltern, Kinder, Großeltern).

2. Notarkosten: ca. 1,0–1,5 % des Kaufpreises

Der Notar beurkundet den Kaufvertrag, bestellt Grundschulden und wickelt die Eigentumsumschreibung ab. Die Gebühren richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und sind bundesweit einheitlich – es gibt keinen Verhandlungsspielraum. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro liegen die Notarkosten typischerweise bei 3.000 bis 4.500 Euro.

3. Grundbuchkosten: ca. 0,3–0,5 %

Für die Eintragung des neuen Eigentümers und gegebenenfalls einer Grundschuld fallen Grundbuchgebühren an. Diese betragen in der Regel 0,3 bis 0,5 Prozent des Kaufpreises – bei 300.000 Euro also 900 bis 1.500 Euro.

4. Maklerprovision: 3,57 % je Seite

Seit Dezember 2020 gilt das Gesetz zur Teilung der Maklerprovision bei Wohnimmobilien. In Leipzig beträgt die übliche Provision 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer jeweils für Käufer und Verkäufer. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro sind das 10.710 Euro je Seite.

Rechenbeispiel: Kaufnebenkosten für eine Eigentumswohnung in Leipzig

Kaufpreis: 300.000 €

Grunderwerbsteuer (5,5 %): 16.500 €
Notarkosten (ca. 1,2 %): 3.600 €
Grundbuchkosten (ca. 0,4 %): 1.200 €
Maklerprovision Käufer (3,57 %): 10.710 €
Gesamte Kaufnebenkosten: ca. 32.010 € (10,67 %)

Das bedeutet: Für eine Immobilie mit einem Kaufpreis von 300.000 Euro benötigen Sie mindestens 332.000 Euro – zuzüglich Eigenkapital, das die meisten Banken erwarten (typischerweise 10 bis 20 Prozent).

Die Kaufnebenkosten werden oft unterschätzt. Planen Sie grundsätzlich 10 Prozent des Kaufpreises als Nebenkosten ein – dann gibt es keine bösen Überraschungen.

Kosten, an die viele Käufer nicht denken

Neben den klassischen Kaufnebenkosten entstehen je nach Situation weitere Kosten: Gutachterkosten für eine unabhängige Bewertung (500 bis 2.000 Euro), Finanzierungsnebenkosten wie Bereitstellungszinsen oder Kontoführungsgebühren, Renovierungs- oder Sanierungskosten nach dem Kauf und Umzugskosten. Diese Posten sollten in die Gesamtkalkulation einfließen.

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Häufig gestellte Fragen zu Kaufnebenkosten in Leipzig

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Leipzig?

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Sachsen 5,5 Prozent des Kaufpreises. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro sind das 16.500 Euro. Sie ist innerhalb eines Monats nach Bescheid fällig.

Kann man bei den Kaufnebenkosten sparen?

Die Grunderwerbsteuer und Notar-/Grundbuchkosten sind gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar. Die Maklerprovision ist seit 2020 hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Sparpotenzial besteht vor allem bei der Finanzierungsstruktur.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für einen Kauf in Leipzig?

Die meisten Banken erwarten mindestens die Kaufnebenkosten (ca. 10 % des Kaufpreises) als Eigenkapital. Idealerweise bringen Sie 20 bis 30 Prozent mit, um bessere Zinskonditionen zu erhalten.

Wer zahlt die Maklerprovision beim Immobilienkauf?

Seit Dezember 2020 wird die Provision hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Bei Willuhn Immobilien beträgt sie 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer je Seite.

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